Politik
Nach dem Verkehrsentwicklungsplan München bilden das sog. Primär- und das Sekundär-Netz das Gerüst für den motorisierten Individualverkehr. Im Bereich Allach/Untermenzing sind dies die Von-Kahr-Straße als Teil des Primärnetzes und die Eversbuschstraße als Teil des Sekundärnetzes.
Der Allacher Straße kommt in der Verkehrsentwicklungsplanung der Stadt München die Funktion einer Wohnsammelstraße. In Stadtratsbeschlüssen ist vielmehr ausdrücklich festgelegt, dass überörtlicher Durchgangsverkehr aus diesem Bereich ferngehalten werden soll.
Stadtratsbeschluss auf Antrag der Stadträte Dr.Hans-Peter Uhl und Walter Zöller, beide CSU, vom 24.07.1985:




Beschluss des Bauausschusses vom 25.11.1986:



Beide Beschlüsse haben nach wie vor Bestand.
Parteien und Bezirksausschuss versprachen damals den Bürgern, die Zweifel am Funktionieren des Beschlusses äußerten, bei einer anderweitigen Entwicklung sofort durch verkehrslenkende Maßnahmen gegen zu steuern.
Schreiben des Vorsitzenden des Bezirksausschusses vom 9.12.1987:
„Sie können aber versichert sein, dass der Bezirksausschuss Wert darauf legt, daß diese Unterführung dem internen Verkehr zwischen den Bewohnern beiderseits der Bahnlinie dienen und keinesfalls ein Weg für den Durchgangsverkehr werden soll.“
Schreiben der Vorsitzenden des Bezirksausschusses vom 02.03.2012:
„Der Bezirksausschuss ist einstimmig der Meinung dass der jetzige Zustand der Allacher Unterführung die bestmögliche Variante für alle Beteiligten ist.“
Die Versprechungen und Zusagen der Politik haben sich in Schall und Rauch aufgelöst!
Wurden die Bürger getäuscht und betrogen?