Verkehrsplanung der Allacher Straße

So begann die Planung

Im Mai 2010 wurde der Plan der Allacher Straße den Bürgern vorgestellt und die Planung erläutert. Dabei kam es zu vielen Anträgen, die der BA 23 aufnehmen und zur Beschlussfassung weiterleiten musste.

Istzustand
Geplanter Straßenbau
Gefahrenpotential nach Ausbau
Fahrbahnbreite für 2 Fahrbahnen zwischen 6,50 und 7 m
Verringerung der 2 Fahrbahnen auf insgesamt 5,50 m Breite

Kein Radweg
Beidseits ein Radfahrweg niveaugleich mit den Fahrbahnen
Radfahrer fahren um einparkende Autos herum und gelangen auf die enge Fahrbahn
Markierte Parkplätze auf den Fahrbahnen an der Nordseite der Straße 34 Stück und an der Südseite der Straße 30 Stück, überwiegend in der östlichen Hälfte der Allacherstraße
92 Stellplätze an der Nordseite, zwischen Hitlstraße und Von-Reuter-Straße ist auf einer Länge von 400 m kein einziger Anlieger mit Zugang zur Allacherstraße.
An der Nordseite sind nur 15 anliegende Gebäude.
An die Südseite der Straße grenzen 47 Anlieger. Nach dem Ausbau haben die südlichen Anlieger und deren Besucher nach dem Abstellen des PKW's die stark befahrene Straße (derzeit 10.000 Fahrzeuge) zu überqueren. Auch Besucher und Kunden der folgenden an der Südseite gelegenen Firmen haben ein erhöhtes Unfallrisiko, weil sie nach dem Parken die Straße überqueren müssen. Dies sind die Elektrofirma Göpfert, die Autofirma Eisenmann, die Volksbank Dachau, das Kosmetikstudio Wellness Four Seasons und die Gaststätte Schmidbauer mit Biergarten.
Links und rechts der Fahrbahnen sind abgesenkte, teils begrünte Böschungen
Baumerhaltungssatzung 6 Bäume auf öffentlichen Grund und zwei grenznahe Bäume auf Privatgrund Tieferlegung der Straße um ca. 50 cm.
Bestehende Bäume werden gefällt Anpflanzung von 26 Bäumen an der Nordseite der Straße.  Erhöhte Rutschgefahr durch Laubfall und Nässe. Verschlechterte Sicht für die Einmündungen der nördlichen Seitenstraßen und für insgesamt rund 100 Grundschulkinder (Tendenz steigend), die völlig ungeschützt die Straße überqueren müssen und deren Sicht auf den fließenden Verkehr auch nun noch durch die abgestellten PKW's auf den neuen Parkplätzen nahezu unmöglich wird.

Grundstücke müssen noch abgetreten werden

Westlich der Eduard-Schwartz-Straße ist ein Geh- und Radweg vorhanden. Hier besteht kein Verbesserungsbedarf

Ausbauplanung

Die Stadt München plant den Ausbau der Allacher Straße zwischen Ernst-von-Beling-Straße und Eduard-Schwarz-Straße als sog. Erstmalig ordnungsgemäße Herstellung der Allacher Straße in diesem Abschnitt.
Die Allacher Straße hat hier die Funktion einer örtlichen Hauptsammelstraße.
Nach Angaben der Stadt weist die öffentliche Verkehrsfläche eine Breite von 15 m auf. Beiderseits der Fahrstraße sollen durchgehend Gehwege entstehen, zusätzlich 89 Parkplätze. Die Radwege werden als sog. Angebotsstreifen niveaugleich mit den Fahrspuren gebaut. Die Fahrspuren sollen in einer Breite von 5,5 m erhalten. Real bedeutet dies: Die Allacher Straße wird durchgehend auf eine Breite von knapp 7 m ausgebaut. Sie wird noch attraktiver als Ausweichstrecke für die Von-Kahr-Straße.
Diese Ausbauplanung widerspricht eindeutig den geltenden Stadtratsbeschlüssen aus den Jahren 1985 und 1986 und ihrer Funktion als örtliche Hauptsammelstraße.
Gemäß den Verkehrslärmschutzrichtlinien ist der Anbau von Radwegen als erheblicher baulicher Eingriff anzusehen. Damit gelten die Bestimmungen der 16.BImSchV. Maßgeblich ist §1,Abs.2, Nr.2.
Link zur 16.BImSchVauf Lärmschutz
Die Stadt München hat dazu eine Schalltechnische Untersuchung erstellt mit dem Ergebnis, dass auf Grund der Änderung der Lichtzeichenanlage bei 13 Wohnungen an der Kreuzung Allacher-/Zauner-/Hitlstraße Anspruch auf Lärmschutzmaßnahmen bzw. Entschädigung besteht.
Link zur Schalltechnischen Untersuchung
Unsere Auffassung dazu:
Die Prognose ist Schönrechnerei, damit keine größere Betroffenheit bei den Anliegern entsteht.
Die Prognose geht davon aus, dass der Verkehr im gesamten Bereich der alten Allacher Straße bis zum Prognosejahr 2025 zurückgehen wird, und dies obwohl westlich der Bahnlinie im Bereich Oertelplatz 12.000m2 GF für Wohnen, 13.000m2 für ein Einkaufszentrum, 3.000m2 für Handel, Büro und Dientleistungen sowie 400 Parkplätze für Kfz geschaffen und nach Presseberichten allein auf dem ehemaligen Diamaltgelände 500 Wohnungen neu entstehen sollen. 
 
Gefahrenpotential nach Ausbau


Ecke Allacher / Von-Reuter-Str. besteht die Haltestelle der Buslinie 162 in Richtung Moosach, Ecke Allacher / Karl-v.-Rothstr. in Richtung Pasing und zur S-Bahn Station Untermenzing
Keine Ampelanlage, kein Zebrastreifen, keine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h
An der Haltestelle Von-Reuter-Straße besteht kein Radweg mehr. Radfahrer, die von der Allacherstraße oder der Seitenstraße kommen müssen in diesem Bereich ungeschützt die Fahrbahn benutzen.
Beidseitige Gehwege bis zur Hitlstraße, ab Hitlstraße nur mehr Gehweg auf der südlichen Straßenseite
Für beidseitige Gehwege existieren Vorgaben für Fußgänger ohne Überqueren der Straße.
Ab der Hitlstraße besteht auf einer Länge von 400 m kein Hauszugang, kein Ladengeschäft und keine Grundstückszufahrt mehr, die einen Fußweg erforderlich machen würde.

Kostengünstigere Aufpflasterungen werden laut Verfügung des OB Ude nicht mehr vorgenommen.

Verkehrsberuhigende Maßnahmen


Sehr laut, Durchgangsverkehr für Autos nach Dachau und Fürstenfeldbruck
Tiefbauamt abgelehnt
Nicht möglich, weil Verkehrsaufkommen täglich auf der Hauptsammelstraße ca. 10.000 Fahrzeuge beträgt.
Geschwindigkeitskontrollen
Hohe Geschwindigkeit
PI 44 abgelehnt
Unfallaufkommen und Geschwindigkeitsüberschreitungen sind zu gering und werden seit Jahren nicht mehr durchgeführt. Neue Messungen erst nach Ausbau der Straße
Fußgängerampeln an den Kreuzungen Allacher / v. R-Straße, Allacher / Hitl bzw. Zaunerstraße und Allacher / v. Reuter bzw. Karl-v.-Rothstr.
Sicherheit des Schulweges für die Grundschule Manzostraße, Hautpschule Haldenbergerstraße, Schulzentrum Pfarrer-Grimm-Str., Der Fußgänger zu den Bushaltestellen 162, 164, 165 und der S-Bahn-Station Untermenzing
KVR und BA 23 abgelehnt, weil kein Bedarf vorhanden.

Auch an der Südseite der Allacherstraße sind Parkbuchten notwendig
5 Geschäfte und eine Gaststätte haben dann keine Parkplätze mehr vor dem Haus
Tiefbau abgelehnt
hält Parkplätze dort nicht für notwendig.
Klassifizierung der Straße ändern
Reduzierung des Verkehrsaufkommens
Hitlstraße wurde zur Ortsstraße umgewidmet nach vollständigem Durchstich
Tiefbau abgelehnt
Umwidmung ist abhängig von Verkehrsaufkommen, Straßenlänge und Straßenbreite 
Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 oder 40 kmh
Das Verkehrsaufkommen und die Lärmbeeinträchtigung könnte sich auch ohne umfangreiche Straßenbaumaßnahmen verringern
BA 23 abgelehnt,
will erst nach Straßenbau entscheiden
KVR und PI 44 abgelehnt wegen fehlender Kriterien
Verzicht auf Gehwege in dem Abschnitt Hitlstraße bis v.-Reuterstraße, weil keine Anlieger vorhanden sind
OB Ude hält in Schreiben vom 2.07.07 den Fußweg an der Südseite für ausreichend, Stadtrat beschließt am 12.02.08 nur bedarfsgerechte Gehwege
Tiefbau abgelehnt
es existieren Vorgaben für durchgehende Gehsteige
Lärmschutzmaßnahmen für betroffene Anlieger
zweispurig, nur 15 m breit, 10000 Fahrzeuge / Tag, keine Ampeln, die den Verkehrsverlauf stoppen könnten, zulässig 50 kmh
Vergleich Von-Kahr-Straße
4-spurig mit begrüntem Mittelstreifen, 9000 Fahrzeuge / Tag, 2 Ampeln, Lärmschutzzäune und Lärmschutzwall, zulässig 60 kmh
Tiefbau abgelehnt
Richtwerte für Lärmschutzmaßnahmen sind nicht ausreichend.
An der Nordseite Baumgräben statt Parkbuchten
Kostenersparnis
Tiefbau abgelehnt
Kostet dasselbe
Einrichten von Zebrastreifen an den Kreuzungen Hitlstraße und Karl-v.-Roth-Straße
Verkehrsberuhigung
OB Ude abgelehnt,
es entstehen auch so Lücken im Verkehrsfluss
BA 23 genehmigt
Ampelverlegung von bisher Gruithuisenstraße an die Hitlstraße
An der Hitlstraße müssen viel mehr Fußgänger die Straße überqueren
BA 23 abgelehnt
befürchten, dass diese Ampelgenehmigung dann auch noch gestrichen wird.
Durchfahrtsverbot für LKW über 14 t
Lärm, zu enge Straßenverhältnisse
BA 23 abgelehnt
Beschilderung zu kompliziert
Kombinierter Geh- und Radweg
Vermeidung mit dem direkten Autoverkehr auf der engen Straße
BA 23 abgelehnt
Radfahrer werden an der Straße besser gesehen
Einrichtung von Kurzparkzonen im Bereich der Läden

Derzeitiges Querparken ist durch neue Straßenführung nicht mehr möglich. Weniger Stellplätze, die dann auch den Kunden zur Verfügung stehen müssen.
BA 23 genehmigt
Überarbeitung des Gesamtkonzepts zur Kostenminimierung von 2,5 Mio. €
Suchen nach alternativen Möglichkeiten, Steigerung bereits seit 2008 von 2,0 Mio auf nun 2,5 Mio.
BA 23 abgelehnt
Vergabe der Arbeiten erfolgt nach VOB bzw. VOL
Die Forderungen wurden von der Stadt bis heute noch nicht vollständig entschieden. Die Ampel wird von der Gruithuisenstraße zur Zaunerstraße versetzt. An der Karl.-v.- Roth-Str. entsteht ein Zebrastreifen.
Die Geschwindigkeitskontrolle im derzeitigen Zustand der Straße ist versagt. Das Dialogsystem für die Allacher Straße wird nicht genehmigt. Nicht einmal die gleichen Schulwegsicherungsmaßnahmen wie in der westlichen Allacher Straße jenseits der Bahnlinie will der Bezirksausschuss für uns beantragen.
Vor dem Ausbau der Allacher Straße wird kein einziger Antrag und kein Beschluss zur Verkehrsverbesserung realisiert. Wir müssen uns mit der Straße und dem Erschließungsbeitrag die Verkehrsberuhigung kaufen!


Weder links nocht rechts sind die Straßeneinmündungen einsehbar, aber Schulkinder, ältere Bürger und Behinderte müssen über die Autos hinweg sehen und auf gut Glück über die Straße hasten. Diese Gefahrensituation wird so lange nicht beseitigt, bis die Allacher Straße neu gebaut ist.

Die Elternbeiräte der Grundschule an der Manzostraße und den Kindertagesstätten einschließlich Kinderkrippen stellten vergeblich einen Antrag für eine Verbesserung der Straßenüberquerung schon vor Ausbau der Allacher Straße. Schulweghelfer werden zur sichereren Straßenüberquerung den Kindern nicht genehmigt. Erst nach Neubau der Allacher Straße ist an der dann vorhandenen Ampel an der Zaunerstraße ein Schulweghelfer vorgesehen.

In der Bürgerversammlung für Allach-Untermenzing wurden von den Anliegern nachstehende Anträge zur Entscheidung durch die Stadt gestellt. (RIS München)
3- Allach-Untermenzing
Einrichtung von Fußgängerüberwegen in der Allacher Straße an den Stellen:
- Zauner- / Hitlstraße
- Karl-von-Roth- / Von-Reuter-Straße (Antrag 1, Antrag 2 Ziffer 1, Antrag 3 Ziffer 1, Antrag 4 Ziffer 5)
erledigt

27.10.2010
23 - Allach-Untermenzing
Verkehrskontrollmessungen an der Allacher Unterführung (Ziffer 4 des Antrages)
erledigt
27.10.2010
23 - Allach-Untermenzing
Allacher Unterführung:
- Einrichtung zweier Fahrradbarrieren auf dem Gehweg (Ziffer 1 des Antrages)
- Spritzschutz (Ziffer 2 des Antrages)
- Rückbau der östlich und westlich der Unterführung liegenden Zuführungsstraßen, so dass nur Tempo 20 / 30 möglich ist (Ziffer 3 des Antrages)
erledigt
Die Maßgaben der RAST 06 für den Ausbau der Allacher Straße lehnt die Stadt ab, weil sie angeb- lich für München nicht verbindlich sei. Wie die Straße nun nach den Änderungsanträgen gebaut werden soll verschweigt die Stadt und auch die Richtlinie für den Ausbau wird uns nicht genannt.

In der Bürgerversammlung wurde eine Verkehrszählung beantragt. Außerdem wurde die Stadt aufgefordert, für den Ausbau der Allacher Straße wegen des erheblichen Eingriffs in die bestehenden Anlagen eine Lärmprognose zu erstellen:


Der Lärm in der Allacher Straße:

Die Prognosen widersprechen jeglicher statistischer Fakten, die von der Stadt München als Bürgerinformation weiter gegeben werden. Gerade für den Stadtteil Allach und Untermenzing ist die größte Menge an Kraftfahrzeugen im Verhältnis zur Bevölkerungszahl.
Die Kraftfahrzeugzulassungen im Stadtteil sind in den letzten drei Jahren ständig gestiegen und auch der Gesamtanteil der KFZ in München verzeichnet Zuwächse, was auch den Durchgangsverkehr in der Allacher Straße vermehrt.

Datenmonotoring LH München

Kraftfahrzeuge insgesamt (fließender Verkehr)

Veränderungsraten
Datenmonotoring
Statistisches Amt der Landeshauptstadt München
Zahlen, Daten, Fakten


Kraftfahrzeuge insgesamt (fließender Verkehr)
Veränderungsraten
zum Vormonat
-0.5 % 
zum Vorjahresmonat
+1.6 % 
 
2011 
2012 
Januar
690 433
740 554
Februar
692 278
742 402
März
699 742
749 958
April
704 836
757 359
Mai
712 905
761 643
Juni
722 170
760 434
Juli
724 661
762 024
August
730 988
761 392
September
732 670
759 610
Oktober
734 205
757 992
November
735 762
756 500
Dezember
737 205
752 469

 
Kurzkommentar
Kraftfahrzeugbestand am Monatsende ohne Streitkräfte. Die Zunahme des KFZ-Bestandes ist, nach einer Systemumstellung im Kreisverwaltungsreferat (KVR), tatsächlich vorhanden und fehlerfrei. Für September 2005 sind duch die besagte Systemumstellung keine Daten verfügbar. Seit Januar 2007 nur aktive, zugelassene Kraftfahrzeuge wg. Inkrafttreten der Fahrzeugzulassungsverordnung zum 01.03.07.