10.10.2017

Geht die Stadt München so mit den Bürgern um?

Eine Spielstraße wird für einen Monat zur Durchgangsstrasse für 9000 Autos umfunktioniert.

Nennt man das "Bürgernähe" ?

 Brief an die Redaktion "Hallo"

Seit dem Wochenende sind wir wie vom Donner gerührt. Die Allacher Unterführung ist für den PKW-Verkehr an der Ausfahrt wegen Erdgasarbeiten seit letzten Freitag gesperrt. Die Stadt München hält so intensiv an der Abkürzungsmöglichkeit über die Allacher Str. fest, dass man sich sogar entgegen der eigenen Feststellungen der Funktion der Allacher Str. aus meinem Bescheid (die Einschätzung wurde bereits im Urteil vom Gericht widerlegt) erlaubt, bis zu 9000 PkWs nun statt einer kurzfristigen Sperrung der Unterführung für die Erdgas-Bauarbeiten durch kleinste Wohn- und Spielstraßen umzuleiten.

Die Schulwegsicherheit zum 700 m entfernten Schulzentrum an der Pfarrer-Grimm-Str. mit Gymnasium, Realschule, Grundschule und Kindergarten ist nun noch weniger sicher. Das ist der Stadt egal, Hauptsache die Autos kommen noch gut durch. Damit mehr Platz ist, schafft man mit Halteverboten dafür Raum. Um nicht zu viel Zeit zu verlieren, werden die Autos gleich an der Willi-Wien-Str. wieder zurück zur Allacher Str. geleitet. Wer aber glaubt, hier würde der Verkehr zur Eversbuschstr. geleitet, der irrt! Das Umleitungsschild zum Kirschgelände, weist allen Abkürzlern über die Elly-Staegmayr-Str. wieder den Weg zur kürzeren Strecke nach der Bahnunterführung Richtung Norden. Dabei wäre das doch nun endlich eine gute Gelegenheit, der Eversbuschstr. wieder den Zweck der überörtlichen Zielführung zurückzugeben, was die Stadt ja immer so großspurig vorgibt. Die Stadt schreckt vor keinem Schildbürgerstreich zurück, wenn es um die Abkürzungsmöglichkeiten geht. Das will der Stadtrat so, weil er für den vielen Verkehr eine neue Straße braucht und das will der Bezirksausschuss Allach-Untermenzing so, weil man nicht über die Von-Kahr-Str. fahren will, sondern auf kürzestem Wege überall ohne große Behinderungen durch Verkehrslenkung hinkommen will. Dies bestätigte zur Einschätzung der Reduzierung des Durchfahrtsverkehr in unserem neuen Bescheid Herr Schmiedlau vom Planungsreferat der Stadt München.


Der Bequemlichkeit wird jede Verkehrssicherheit, unzumutbarer Lärm und jeder Dreck in der Luft geopfert. Jetzt sind auch noch die Anlieger der kleinsten Straßen betroffen, weil sich die Stadt München nicht im geringsten einer erträglichen Verkehrslenkung auch nur ansatzweise öffnet.

Wir können uns gerne treffen. Dann aber an der für die Stadt so heiligen Straßeneinmündung der Elly-Staegmayr-Str. nach der Allacher Unterführung. Da will die Stadt nämlich alle Autos Richtung Norden hinleiten, um die Eversbuschstr. zu entlasten. Deshalb wird dort auch seit 9 Jahren jegliche Zählung der Verkehrsströme verweigert.
Mit freundlichen Grüßen

Erna Schmid

 10.5.2017

Geschafft

Heute schreiben wir den 10.05.2017

Die Tempo 30-Schilder sind montiert.

Ab jetzt gilt auf der Allacherstrasse

Tempo 30.

Endlich, nach einem Jahr, der Durchbruch.

KVR kündigt Tempo 30-Regelung zwischen Krautheimer- und Von-Kahr-Straße an und will diese bis Ostern 2017 umsetzen.

Das KVR wird unter Beachtung der Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichts erneut entscheiden. Im Ergebnis wird das vermutlich auf eine Tempo 30-Regelung hinauslaufen. Die Umsetzung soll bis Ostern 2017 vollzogen werden.

Februar 2017

News

Wir haben unser Ziel erreicht. Das Bayerische Verwaltungsgericht hat in seinem Urteil sich so entschieden, wie wir es uns erhofft haben.

Der Ausbau der Allacher Straße muss seitens der Stadt München neu überarbeitet werden.

Während der mündlichen Verhandlung ist vor allem            Tempo 30 ins Zentrum der Debatte gerückt.

Abzuwarten ist die schriftliche Begründung des Urteils.

München, den 20.1.2016

Unsere Strasse:

 9000 PKW´s befahren täglich die Allacherstrasse.

 Dazu kommen 40 Tonner zu Krauss-Maffei.

                             Dies ist zuviel. 

                  Die Anwohner haben genug.

Wir fordern: - Bessere Schulwegsicherheit

                     - Verkehrsberuhigung  

auf dieser Straße

               - Lärmminderung

                     - Verkehrsminderung

                     - Keinen Durchgangsverkehr                      

Unterstützer wie der Verkehrsclub Deutschland (VCD)  fordern:

EU-weite Initiative für Tempo 30 Berlin und viele kleine Städte in Deutschland machen es vor: Tempo 30 setzt sich immer mehr durch, weil bei 30km/h die Straßen lebenswerter werden. Tempo 30 ist eine kostengünstige Möglichkeit, um die Verkehrssicherheit deutlich zu erhöhen, Schmutz und Lärm zu reduzieren.